Samstag, 6. August 2011
Bildergalerie: Kornkreise in England Mitte bis Ende Juli 2011


Während eines Fotofluges zu bereits älteren Kornkreisen in der Grafschaft Hampshire wurde eine kleine ungewöhnlich ungenaue Formation aus zwei "Kreisen" und einer Ovalform in einem Feld entdeckt. Leider kam die Entdeckung derart unerwartet, dass der Fotograf aus der Luft dem Muster keine exakte Örtlichkeit zuordnen könnte. Da das Muster bislang nur aus der Luft dokumentiert werden konnte, kann über die Eigenschaften Qualitäten am Boden bislang nur spekuliert werden. Der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de) vermutet jedoch, dass es sich um ein weiteres Exemplar sogenannter "Drachenspuren" handelt - Kornkreismuster also, die sich durch eine auffallend ungenaue Ausformung auszeichnen und schon im Vorjahr in der Nachbargrafschaft Wiltshire entdeckt wurden (...wir berichteten).

Wiederum eine sehr geometrische, geradezu bildhafte Kornkreisformation in Form einer Variation des bekannten Ying&Yang-Musters wurde am 20. Juli 2011 in einem Weizenfeld in der Nähe des Langkammergrabes von Dovendale nahe Louth in der Grafschaft Lincolnshire entdeckt. Weitere Informationen zu diesem Kornkreis liegen bislang noch nicht vor.





Basierend auf dieser Ähnlichkeit glauben einige Kornkreisbeobachter in dem Muster die Darstellung entweder der molekularen Struktur des Hormons Melatonin, das und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert oder aber des stark halluzinogenen Tryptaminderivats "N,N-Dimethyl-5-methoxytryptamin (5-MeO-DMT)" zu erkennen. Was eine solche Darstellung allerdings in einem Getreidefeld aussagen soll, darüber rätseln selbst jene, die diese Verbindung herstellen.


Zwei Tage später entdeckte Rondway-Farmer Chris Coombs dann noch einen weiteren Kornkreis in einem Nachbarfeld – nun zu Fußen des Roundway Hill. Wenn auch deutlich kleiner, so zeigte dieser doch ein auffallend filigranes Muster aus blasenartig um ein Zentrum angeordneten stehenden Ringen und Kreisen. Obwohl Coombs in den vergangen Jahren großzügig Zugang zu Kornkreisen in seinen Feldern gewährt hatte und er auch in diesem Jahr Kornkreisfreunden erlaubt, den großen Kornkreisen auf Roundway Hill zu besuchen, entschloss er sich, den kleinen Kornkreis nur kurz nach seiner Entdeckung aus dem Feld zu mähen. "Gerade dieses kleine Kornkreismuster sah aufgrund seiner Form und der Art und Weise wie das Getreide nahezu fließendes niedergelegt worden war, besonders interessant. Hätte ich wählen sollen, welcher der beiden Roundway-Kornkreise abgemäht werden soll, ich hätte diesen stehen lassen", kommentiert Müller. Aus sich von Bauer Coombs kann ich den Vorgang allerdings verstehen. Er sagte mir gegenüber: Ein Kornkreis genügt mir in meinen Feldern." Kornkreisforscher zeigten sich enttäuscht, offenbarte das kleine Muster doch "zahlreiche interessante Details, die wir gerne genauer untersucht hätten", so Müller.

Noch am selben Tag, dem 25. Juli 2011, wurde in einem Weizenfeld am Etchilhampton Hill in Wiltshire – und damit keine vier Kilometer vom Roundway Hill entfernt - eine weitere Großformation dieses Jahres entdeckt: Hier wurde das Gerüst eines Doppelten Sechssterns im Innern eines breiten Außenrings gezeigt, der wiederum derart ungewöhnlich niedergelegt worden war, dass sich sowohl am Boden als auch aus der Luft der Eindruck eines Flechtmusters ergibt.





Wie schon im Zentrum eines ähnlichen Musters, das bereits am 17. Mai 2011 bei East Kennett gefunden worden war (...wir berichteten), so fand sich auch hier eine weiße Substanz an den Pflanzen.



Von gänzlich anderem Ausmaß war eine Großformation aus zahlreichen Kreisen in einem Weizenfeld am Windmill Hill nahe Avebury in Wiltshire, die ebenfalls am 25. Juli 2011 gefunden wurde. Auf einem Durchmesser von etwas mehr als 100 Metern waren zahlreiche Kreise angeordnet und in unterschiedlicher Art und Weise niedergelegt worden. | Copyright: Andreas Müller, kornkreise-forschug.de


Die bislang größte Kornkreisformation des Sommers wurde am 29. Juli 2011 in einem Weizenfeld nahe West Woodhay in Wiltshire entdeckt. Das schlangen- oder drachenartige Muster überspannt eine Achsenlänge von mehr als 200 Meter. | Copyright: FrankLaumen.de

Kurz darauf wurde auch dieser Kornkreis aus dem Feld gemäht, obwohl der dabei entstehende Schaden den vom Bauern geschätzten Verlust von rund 5.000 Pfund noch vervielfacht. "Oft geht es den Bauern weniger um den von Besuchern zusätzlich verursachten Schaden der zu dieser Jahreszeit angesichts der bereits niedergelegten Flächen relativ überschaubar bleibt, als um die Tatsache fremder Besucher auf dem eigenen Land. Auch im aktuellen Fall liefen der Farmer und seine Angestellten quer durch stehendes Getreide und verursachten damit mehr Schaden als die handvoll Forscher, die das Feld achtsam über die Traktorspuren betraten - ganz zu schweigen von der Tatsache, dass das Getreide noch gar nicht erntereif war", erläutert Müller. Da der Kornkreis noch am Tag 1 aus dem Feld geschnitten wurde, konnte leider keine ausführliche Begutachtung durchgeführt werden. "Bei genauer Betrachtung weist das Muster zwar einige geometrische 'Schwachpunkte' auf - dennoch sind die Ausmaße zweifelsohne beeindruckend und werden dieses Kornkreismuster - unabhängig von wissenschaftlichen Untersuchungen - zu einem der bekanntesten Kornkreise 2011 werden lassen."
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